Von Chris Harvey, Vizepräsident, Krisenmanagement

Da die Lieferketten zunehmend gestört, die regulatorischen Rahmenbedingungen immer komplexer und die Wirtschaftsprognosen unsicherer denn je sind, sehen sich Unternehmen mit wachsenden Bedenken und Risiken im Bereich der Produkthaftung konfrontiert.

Laut unserem aktuellen Bericht zum US-Rückrufindex hat die Zahl der im Jahr 2022 zurückgerufenen Produkte offiziell einen 20-Jahres-Höchststand erreicht.

Unser branchenführender Indexbericht erscheint vierteljährlich und bietet eine eingehende Analyse der wichtigsten Herausforderungen, denen sich die Automobil-, Konsumgüter-, Lebensmittel- und Getränkebranche sowie die Medizinprodukte- und Pharmaindustrie in Zukunft stellen müssen, und liefert wertvolle Erkenntnisse zur Bewältigung produktbezogener Krisen.

Was erwartet uns im Jahr 2023?

Mit Blick auf die Zukunft ist davon auszugehen, dass Aufsichtsbehörden und Gesetzgeber die Einhaltung von Vorschriften und die Abläufe in allen Branchen weiterhin genau unter die Lupe nehmen werden. Es werden neue Richtlinien und Vorschriften eingeführt, und Unternehmen, bei denen Verstöße festgestellt werden, werden weiterhin öffentlich angeprangert. Hinzu kommen anhaltende geopolitische Probleme und Störungen in der Lieferkette, sodass sich Unternehmen einer neuen Risikolandschaft gegenübersehen, die immer schwieriger zu bewältigen ist. Angesichts dieser Hindernisse sollten Unternehmen wachsam bleiben, die regulatorischen Aktivitäten auf Landes- und Bundesebene genau verfolgen und ihre Produktrückrufpläne regelmäßig überprüfen und aktualisieren, um ihren Ruf und ihre Marke zu schützen.

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