25. November 2025
LONDON – Im dritten Quartal 2025 gab es in der EU und im Vereinigten Königreich 3.745 Produktrückrufe, was lautdem aktuellenBericht „European Product Safety and Recall Index“ von Sedgwick einem Rückgang von 1,6 % gegenüber dem zweiten Quartal entspricht. Obwohl dies bereits das zweite Quartal in Folge ist, in dem die Zahl der Rückrufe zurückgeht, bleibt das Rückrufvolumen für das Jahr 2025 weiterhin hoch. Die Gesamtzahlen seit Jahresbeginn liegen um 8,4 % über denen des gleichen Zeitraums im Jahr 2024, womit das Jahr 2025 auf dem besten Weg ist, einen neuen Jahresrekord aufzustellen.
Der Bericht „European Product Safety and Recall Index“ von Sedgwick zeigt zudem auf, wie sich die Produktsicherheit in fünf Branchen entwickelt. Im dritten Quartal gab es in den Bereichen Pharmazeutika, Medizinprodukte und Konsumgüter im Vergleich zum Vorquartal weniger Rückrufe. Die Konsumgüterbranche verzeichnete mit 16,8 % den stärksten Rückgang, während die Rückrufe bei Pharmazeutika und Medizinprodukten um 2,9 % bzw. 5,9 % sanken. Im Gegensatz dazu verzeichneten sowohl die Automobilbranche als auch der Lebensmittel- und Getränkesektor einen Anstieg, wobei die Automobilbranche den höchsten Quartalswert seit mehr als einem Jahrzehnt erreichte.
Neben den Rückrufdaten liefert der Bericht „European Product Safety and Recall Index“ von Sedgwick auch wichtige Einblicke in die sich wandelnde regulatorische Landschaft und zeigt auf, womit Akteure im Bereich der Produktsicherheit im weiteren Verlauf des Jahres 2025 und darüber hinaus rechnen sollten. Im dritten Quartal verfolgten die Regulierungsbehörden der EU und des Vereinigten Königreichs ähnliche Prioritäten. Beide Regierungen kündigten Maßnahmen an, um ihre jeweiligen Rechtsräume zu einem Zentrum für Innovation und Forschung im Bereich der Biowissenschaften zu machen, und erzielten Fortschritte bei ihren Bemühungen zur Aktualisierung der Vorschriften für Medizinprodukte.
Ein weiteres gemeinsames Ziel war es, den Online-Einkauf für Verbraucher sicherer zu machen, auch wenn die Regulierungsbehörden dabei leicht unterschiedliche Ansätze verfolgen. Das neue britische Gesetz über Produktregulierung und Messwesen von 2025 (Product Regulation and Metrology Act 2025) enthält Verpflichtungen für E-Commerce-Plattformen, während die EU die zollrechtliche Überwachung von importierten Produkten, die online verkauft werden sollen, verstärkt.
Mit Blick auf die Zukunft suchen die Gesetzgeber weiterhin nach dem besten Weg, KI sicher in weitere Anwendungsbereiche zu integrieren. Die EU hat mehrere Initiativen vorangetrieben, die darauf abzielen, die Rolle der KI bei der Produktsicherheit sowie die Anwendbarkeit neuer Vorschriften für bestimmte KI-Modelle zu klären. Der Ansatz des Vereinigten Königreichs konzentriert sich darauf, sicherzustellen, dass die Produkthaftungsvorschriften den Risiken, die von neuen Technologien ausgehen, gerecht werden.
Auch in beiden Rechtsräumen steht die Lebensmittelsicherheit weiterhin ganz oben auf der Agenda. Der britische National Health Service (NHS) hat seinen 10-Jahres-Gesundheitsplan für England veröffentlicht, der Reformen bei der Lebensmittelkennzeichnung und -werbung sowie Meldepflichten für Lebensmittelhersteller und -händler vorsieht. In der EU wollen die Regulierungsbehörden die Rechenschaftspflicht für die Gewährleistung ausweiten, dass Lebensmittel frei von gefährlichen Listerienkonzentrationen sind.
„Auch wenndas Vereinigte Königreich und die EU ähnliche Prioritäten auf ihrer Regulierungsagenda haben, werden die beiden Rechtssysteme nicht immer übereinstimmen. Etwaige Unterschiede können für Unternehmen, die auf beiden Märkten tätig sind, Herausforderungen bei der Einhaltung der Vorschriften mit sich bringen“, erklärte Chris Occleshaw, Berater für internationale Produktrückrufe bei Sedgwick. „Zudem schaffen sich wandelnde Handelsregeln, Engpässe in der Lieferkette und geopolitische Spannungen ein zunehmend komplexes und belastendes Risikoumfeld für Unternehmen. Für Marken ist es entscheidend, solide Pläne in den Bereichen Compliance, Kommunikation, Rückruf und Krisenmanagement zu erstellen und aufrechtzuerhalten, um sicherzustellen, dass sie auf jede Art von Ereignis auf dem Markt vorbereitet sind.“
Um den aktuellen Bericht zum „European Product Safety and Recall Index“ herunterzuladen, klicken Siehier.
Der „European Product Safety and Recall Index“ von Sedgwick erscheint vierteljährlich. Es handelt sich um den einzigen Bericht, der Rückrufdaten aus der gesamten EU und dem Vereinigten Königreich zusammenfasst und nachverfolgt, um Akteuren der Branche dabei zu helfen, auf regulatorische Rahmenbedingungen, Produktrückrufe und andere Herausforderungen auf dem Markt zu reagieren. Weitere Informationen finden Sie unterwww.sedgwick.com/product-recall.
Über Sedgwick
Sedgwick ist der weltweit führende Partner für Risiko- und Schadenabwicklung und unterstützt seine Kunden dabei, auch in unerwarteten Situationen erfolgreich zu sein. Das Fachwissen des Unternehmens, kombiniert mit modernster KI-gestützter Technologie, setzt Maßstäbe für Lösungen in den Bereichen Schadenabwicklung, Schadensregulierung, Verwaltung von „ benefits “ sowie Produktrückrufe. Mit über 33.000 Mitarbeitern und 10.000 Kunden in 80 Ländern bietet Sedgwick eine unvergleichliche Perspektive, ein Engagement, das zählt, und Lösungen für die sich rasch wandelnde und komplexe Risikolandschaft. Mehrheitsgesellschafter von Sedgwick ist The Carlyle Group; Stone Point Capital LLC, Altas Partners, CDPQ, Onex und weitere Management-Investoren sind Minderheitsgesellschafter. Weitere Informationen finden Sie untersedgwick.com.
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