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Von Keith C. Culley, Leitender Schadensregulierer, Komplexe Schadensfälle und Schadensfälle im Bereich erneuerbare Energien

Mit dem Herannahen des Winters und sinkenden Temperaturen sehen sich Unternehmen einer Reihe von Gefahren durch die Kälte ausgesetzt. Von gefrorenen Rohrleitungen bis hin zu Stromausfällen und vielem mehr – diese Risiken können den Betriebsablauf stören, Mitarbeiter gefährden und zu kostspieligen Reparaturen führen. 

Wenn Sie Unternehmer sind, geht es bei der Vorbereitung auf den Winter nicht nur darum, warm zu bleiben – es geht darum, widerstandsfähig zu bleiben. Hier sind acht kluge Maßnahmen, die Sie jetzt ergreifen können, um Ihre Mitarbeiter, Ihr Eigentum und Ihre Produktivität zu schützen, bevor extreme Winterbedingungen eintreten. 

1. Begutachten Sie Ihr Dach

Ihr Dach ist die erste Verteidigungslinie Ihres Unternehmens gegen Unwetter. Stellen Sie vor dem Winter sicher, dass Ihr Dach baulich einwandfrei ist und schweren Lasten standhalten kann. Schneelasten können das Gewicht erheblich erhöhen, daher ist es wichtig, das Dach rechtzeitig zu überprüfen, um sicherzustellen, dass keine Einsturzgefahr besteht. 

Eis kann auch auf Dächern großen Schaden anrichten, insbesondere in Form von Eisdämmen. Diese entstehen, wenn warme Luft im Dachboden den Schnee auf dem Dach schmilzt, der dann an den Dachrändern wieder gefriert. Dadurch wird der Wasserabfluss blockiert, was zu Wasserschäden im Inneren des Gebäudes führt. Durch eine Verbesserung der Dachbodendämmung und das Abdichten von Luftundichtigkeiten können Sie Ihr Dach vor Eisdämmen schützen und kostspielige Schäden vermeiden.

2. Vorkehrungen für den Fall eines Stromausfalls treffen

Stromausfälle kommen im Winter häufig vor. Ob durch vereiste Stromleitungen oder schwere Stürme verursacht – ein Stromausfall kann den Betrieb lahmlegen und zu erheblichen Verlusten führen. Notstromaggregate sind unverzichtbar, insbesondere für Einrichtungen, die auf eine unterbrechungsfreie Stromversorgung angewiesen sind, wie beispielsweise Produktionsstätten, Arztpraxen, Lebensmittelgeschäfte und Kühlhäuser.

Es reicht jedoch nicht aus, lediglich über einen Generator zu verfügen. Generatoren stehen oft jahrelang ungenutzt herum; daher sollten sie regelmäßig gewartet und auf den neuesten Stand gebracht werden, um sicherzustellen, dass sie weiterhin zuverlässig sind und den Anforderungen Ihres Unternehmens entsprechen. Automatische Generatoren sind ideal, da sie sofort anspringen und mehr Leistung liefern als tragbare Geräte. 

3. Umgang mit den damit verbundenen Risiken

Bäume und Äste in der Nähe Ihres Gebäudes können bei Winterstürmen zu einer Gefahr werden. Schwere Eis- und Schneelasten können sie nach unten drücken, sodass sie auf Dächer, Solarmodule und anderes Eigentum stürzen. Um dieses Risiko zu verringern, sollten Sie die Bäume rund um Ihr Gebäude regelmäßig zurückschneiden und abgestorbene Äste entfernen. Wenn Ihr Gebäude mit Solarmodulen ausgestattet ist, kann das Fernhalten von Ästen vom Dach zudem verhindern, dass Tiere unter den Modulen nisten und an Kabeln nagen – eine häufige Ursache für elektrische Brände.

4. Vorkehrungen gegen Überschwemmungen und Wasserschäden treffen

In Küstenregionen können Nordoststürme und Winterstürme zu Überschwemmungen durch Meerwasser führen, die Generatoren außer Betrieb setzen und Maschinen beschädigen. Salzwasser ist besonders korrosiv und kann zu langfristigen Schäden an Ihren Anlagen und Gebäuden führen. Bevor der Winter einsetzt, sollten Sie das Hochwasser- und Erosionsrisiko Ihres Unternehmens bewerten und gegebenenfalls Maßnahmen zur Risikominderung ergreifen.

5. Schutz der im Freien tätigen Mitarbeiter

Extreme Kälte wirkt sich nicht nur auf das Eigentum aus, sondern auch auf die Menschen. Mitarbeiter, die unter eisigen Bedingungen arbeiten, können sich nur für eine begrenzte Zeit sicher im Freien aufhalten. Außerdem benötigen sie mehr Pausen, um sich aufzuwärmen, was die Produktivität beeinträchtigen kann. Berücksichtigen Sie im Winter die Sicherheit und die Einschränkungen Ihrer Mitarbeiter, damit Sie die Arbeit entsprechend planen und einteilen können.

6. Erstellen Sie einen Notfallplan

Ein gut ausgearbeiteter Notfallplan kann Ängste erheblich verringern und die Ergebnisse der Wiederherstellungsmaßnahmen verbessern. Bestehende Beziehungen zu Schadensregulierern, Maklern, Experten für Schadensminderung und Sanierungsunternehmen können im Katastrophenfall für einen reibungsloseren Ablauf sorgen.

Die Kältewelle in Texas im Jahr 2021 hat deutlich gemacht, wie wichtig es ist, sich auf extreme Winterwetterereignisse vorzubereiten. Als im gesamten Bundesstaat Rohrleitungen einfroren, überstieg die Nachfrage nach Ersatzmaterialien das Angebot in der Region bei weitem, was die Wiederherstellung des Betriebs bei Unternehmen verzögerte, die nicht darauf vorbereitet waren. Unternehmen mit Notfallplänen und bestehenden Geschäftsbeziehungen konnten ihren Betrieb hingegen wesentlich schneller wieder aufnehmen.

7. Kommunizieren und koordinieren

Eine effektive Kommunikation ist entscheidend, um extreme Kälteereignisse zu bewältigen. Überlegen Sie sich bereits jetzt, wie Sie Ihr Team über Sicherheitsvorschriften, betriebliche Änderungen und aktuelle Notfallmeldungen auf dem Laufenden halten werden. Stellen Sie sicher, dass Sie über die aktuellsten Kontaktdaten und ein Kommunikationssystem verfügen, über das Sie Ihre Mitarbeiter problemlos erreichen können. Erwägen Sie außerdem, Notfallpläne mit benachbarten Unternehmen und lokalen Versorgungsbetrieben abzustimmen, damit Sie gemeinsam die Wiederherstellung beschleunigen können. 

8. Versicherungsverträge prüfen

Überprüfen Sie abschließend Ihre Versicherungspolicen, um sicherzustellen, dass die Risiken Ihres Unternehmens abgedeckt sind. Sie sollten gemeinsam mit Ihrem Versicherungsmakler oder Risikomanager klären, ob beispielsweise Stromausfälle außerhalb Ihres Betriebsgeländes, Überschwemmungen und Geräteausfälle in Ihrer Police enthalten sind. Achten Sie auf Ausschlüsse und niedrige Deckungsgrenzen und schließen Sie etwaige Deckungslücken, bevor der Winter einsetzt. 

Auch wenn extremes Wetter unvorhersehbar ist, haben Sie die Vorbereitung fest im Griff. Wenn Sie die oben genannten Schritte befolgen, können Sie Ihr Eigentum sichern, Ihre Mitarbeiter schützen und Ihren Geschäftsbetrieb auch unter den härtesten Winterbedingungen aufrechterhalten.

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