14. Februar 2023
Von Chris Harvey, Vizepräsident, Krisenmanagement
Die Aufsichtsbehörden in den Vereinigten Staaten haben im vergangenen Jahr besonders zügig neue Vorschriften zum Schutz von Kindern umgesetzt. Da das Jahr 2023 nun bereits in vollem Gange ist, sollten Unternehmen mit noch mehr regulatorischen Änderungen rechnen, da die Bundesbehörden ihre Vorschriften aktualisieren und die Sicherheitsmaßnahmen für Verbraucherprodukte verschärfen.
Sicherheitsrisiken und Vorschriften
Die Consumer Product Safety Commission (CPSC) hat festgestellt, dass das Umkippen von Kleiderschränken (CSU) ein unverhältnismäßiges Verletzungs- und Todesrisiko, insbesondere für Kinder, darstellt. Aus diesem Grund hat die Behörde am 25. November 2022 im Federal Register eine neue verbindlicheNormzur Umkippfestigkeit von Möbeln veröffentlicht. Möbelhersteller und -importeure haben bis zum 24. Mai 2023 Zeit, um sicherzustellen, dass ihre Produkte der Norm entsprechen. Die CPSC-Vorschrift zielt darauf ab, die Gefahr zu beseitigen, die für Kleinkinder aufgrund von Stabilitätsproblemen bei CSU-Möbeln besteht.
Diese Vorschrift ist Teil der Bemühungen der Biden-Regierung, die Sicherheit von Kindern zu verbessern. Im Dezember 2022 unterzeichnete Präsident Biden das Gesetz „Consolidated Appropriations Act, 2023“, das auch das Gesetz „Stop Tip-overs of Unstable, Risky Dressers on Youth Act“ (STURDY) enthält – ein Gemeinschaftsprojekt von Akteuren der Möbelindustrie, Eltern- und Verbrauchergruppen sowie Prüflabors.
Auch wenn diese neue verbindliche Norm von verschiedenen Verbrauchergruppen unterschiedlich bewertet wird, steht sie im Einklang mit den Entwicklungen, die wir bei den Aufsichtsbehörden beobachten konnten.
Im Juni 2022 gab die US-amerikanische Food and Drug Administration (FDA) eine umfassendeWarnunghinsichtlich der potenziellen Risiken bei der Verwendung von Schwimmringen für Säuglinge und Kleinkinder heraus. Die aufblasbaren Kunststoffringe stellen insbesondere für jüngere Kinder und Neugeborene, die wegen Entwicklungsproblemen eine Wassertherapie erhalten, eine Gefahr dar. Nach Angaben der FDA werden einige dieser Schwimmringe sogar für Frühgeborene oder Babys im Alter von nur zwei Wochen vermarktet – die noch zu jung sind, um diese Produkte sicher zu nutzen.
Die CPSC befasst sich bereits seit einigen Jahren mit diesen Schwimmhilfen und arbeitet hinter den Kulissen gemeinsam mit den Herstellern an Sicherheitsverbesserungen. Die FDA gab ihre Warnung heraus, nachdem sie erfahren hatte, dass Unternehmen Nackenschwimmringe als Wassertherapiegeräte bewarben, ohne dafür eine Genehmigung oder Zulassung der FDA erhalten zu haben. Die Behörde fordert Eltern und medizinisches Fachpersonal nachdrücklich auf, alle Vorfälle im Zusammenhang mit diesen Schwimmhilfen zu melden.
Darüber hinaus hat die National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA) mit einer neuenendgültigen Verordnung auch die Prüfanforderungen für Kindersitze aktualisiert. Die neuen Vorschriften stellen eine erhebliche Verbesserung beim Schutz von Kindern vor schweren Verletzungen bei Autounfällen dar.
Diese behördenübergreifenden regulatorischen Änderungen wurden durch den zunehmenden Druck von Interessengruppen und Elternverbänden vorangetrieben. Unternehmen sollten so schnell wie möglich handeln, um diese Änderungen umzusetzen. Da immer mehr Kindersicherheitsaktivisten die Nachrichtenmedien und sozialen Medien nutzen, um auf zahlreiche Probleme im Zusammenhang mit Kinderprodukten aufmerksam zu machen, werden die Behörden rasch neue Vorschriften erlassen, die sofortige Maßnahmen erfordern.
Für Unternehmen, die Produkte herstellen, die für Kinder bestimmt sind (oder von Kindern verwendet werden können), ist es wichtig, zu prüfen, ob ihre Produkte von einer verschärften behördlichen Kontrolle betroffen sein könnten, und anschließend angemessene Sorgfaltsmaßnahmen zu ergreifen, um sicherzustellen, dass sie auf die Anpassung an diese Vorschriften vorbereitet sind.
Möglichkeiten, auf dem Laufenden zu bleiben
Um über diese Änderungen auf dem Laufenden zu bleiben, zu erfahren, was die Aufsichtsbehörden als Nächstes planen, und sich mit anderen Branchenvertretern über neue Risiken auszutauschen:
- Nehmen Sie an Branchenveranstaltungen teil, wie beispielsweisedem bevorstehenden Symposiumder International Consumer Products Health and Safety Organization (ICPHSO) vom 20. bis 23. Februar in Orlando. Besuchen Sie uns am Stand Nr. 2 und sprechen Sie mit den Expertenfür Markenschutz undRückrufaktionen von Sedgwick.
- Melden Sie sich an und nehmen Sie am 1. März an unseremWebinar zum „State of the Nation Recall Index“teil, in dem wir uns eingehend mit den regulatorischen Trends in fünf Branchen – darunter auch Konsumgüter – befassen und Ihnen Zugang zum Bericht 2023 gewähren.
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