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Von Christian Aplin, Leiter Großkundenbetreuung, Sedgwick

Zwar kam es in der Baubranche infolge von COVID-19 und dem Brexit zu Engpässen bei Baumaterialien und Arbeitskräften, doch hat sich der Markt seitdem stabilisiert, was ermutigend ist. Im Automobilsektor ist die Lage jedoch prekärer, da diese Branche bei der Beschaffung von Bauteilen – insbesondere bei Mikrochips und anderen wichtigen elektronischen Bauteilen – stärker vom Fernen Osten abhängig ist.

Entscheidend ist, dass die Lieferkette die Erwartungen der Kunden steuert und regelmäßig mit ihnen kommuniziert, damit diese verstehen, dass Engpässe oder Verzögerungen oft unvermeidbar sind. In diesem Blogbeitrag gehe ich darauf ein, wie Versicherer und Makler ihre Lieferkettenstrategien weiterentwickeln, um die anhaltenden Probleme zu bewältigen.  

Stabilität, Nachhaltigkeit und Engagement

In den letzten Jahren wurde der Fokus verstärkt auf die Stabilität und Nachhaltigkeit der Anbieter sowie auf deren Umgang mit Schadenkunden gelegt. Dies hat zu einer höheren Komplexität und Kompetenz auf dem Markt geführt, und noch nie zuvor wurden so viele innovative Produkte und Dienstleistungen entwickelt, die den steigenden Erwartungen der Kunden gerecht werden. Doch wie immer müssen diese Entwicklungen gegen die Kosten abgewogen werden.

Innovative digitale Tools, die Bedeutung integrierter Systeme, eine abgestimmte Zusammenarbeit zwischen den Lieferanten, solide Leistungen in den Bereichen Umwelt, Soziales und Unternehmensführung (ESG), gezielte Unterstützung für schutzbedürftige Kunden sowie eine gute Aufsicht und Kontrolle – all dies sind positive Entwicklungen, die mittlerweile in der Lieferkette zunehmend an Bedeutung gewinnen.

Leistungskennzahlen (KPIs)

TPAs und Schadensregulierer arbeiten mit vielen verschiedenen Anbietern zusammen, und die Beschaffung ist immer komplexer geworden. Der Zugang zu einem dedizierten, verwalteten Netzwerk von Dienstleistern bietet Kunden und deren Auftraggebern jedoch eine größere Kapazitätssicherheit zu bewährten Benchmark-Kosten. In dieser sekundären Lieferkette arbeiten alle mit integrierten Systemen, und die Betriebsstandards sowie die Arbeitsqualität jedes Dienstleisters werden von Schadenexperten verwaltet und überprüft. Dies sorgt für ein nahtloses Erlebnis für den Kunden und die Versicherungskunden, die zudem die Kontrolle über den Ruf und die Leistung der Dienstleister haben.

Allzu oft erleben wir, dass Lieferanten-KPIs so eingesetzt werden, dass sie nicht die für den Kunden besten Verhaltensweisen und Ergebnisse fördern. Unserer Erfahrung nach funktioniert ein starres Leistungsrahmenwerk daher nicht. Wir suchen nach Partnern, die eine flexible, reaktionsfähige Kultur fördern, bei der die Bedürfnisse jedes einzelnen Kunden im Vordergrund stehen. Wenn man die Leistung anhand der grundlegenden Kennzahlen „wie lange, wie viel und wie zufrieden“ misst, wird der Mechanismus, der einen wirklich hervorragenden Service gewährleistet, zweifellos die Standard-KPIs ablösen.

Faktoren, die die Beziehungen zu Lieferanten prägen

Eine Kultur der Fürsorge ist wichtig – soziales Bewusstsein und Engagement zum Wohle der Gemeinschaft – ebenso wie hohe Servicestandards und finanzielle Stabilität. Bei Sedgwick arbeiten wir mit Partnern zusammen,die unsereZiele zur CO₂-Neutralitätteilen,und dies muss sich auch in ihrer gesamten Lieferkette widerspiegeln. In den kommenden Monaten wird dies auf dem gesamten Markt zunehmend an Bedeutung gewinnen, da wir daran arbeiten, die Scope-3-Emissionen unserer Kunden weiter zu minimieren.

Regulatorischer Druck und Veränderungen 

Der regulatorische Druck und die „Consumer Duty“ sorgen weiterhin dafür, dass der Kunde noch stärker in den Mittelpunkt rückt. Die Entwicklung digitaler Tools ist eine positive Entwicklung, da sie eine umfassendere Rund-um-die-Uhr-Betreuung der Kunden während des gesamten Schadenbearbeitungsprozesses ermöglicht. Und in einem vollständig vernetzten Schadenmanagement-Service wird die Verwaltung optimiert, indem Informationen nur einmal erfasst und dann über vollständig integrierte Systeme an nachgelagerte Dienstleister weitergegeben werden. Allerdings ist das Internet nicht für jeden geeignet, und was eine gute Erfahrung bei der Schadenabwicklung ausmacht, bedeutet für jeden etwas anderes.

Es ist entscheidend, dass Kunden nicht in den digitalen Kanal gedrängt werden, und sie müssen stets einfachen Zugang zu einer persönlichen Beratung haben, wenn sie dies wünschen. Außerdem ist es äußerst wichtig, dass entsprechende Kapazitäten vorhanden sind, um schutzbedürftige Kunden zu erkennen und ihnen zusätzliche Unterstützung zu bieten.

Mehr erfahren > Besuchen Sie unsereWebsite, um unsere Lösungen zu entdecken und mehr über unsere Initiativezur CO₂-Neutralitätin Großbritannien zu erfahren.