Sedgwick Brand Protection veröffentlicht den aktuellen Bericht zum US-Rückrufindex, der die Rückrufrisiken für die Automobil-, Konsumgüter-, Lebensmittel-, Pharma- und Medizinproduktebranche aufzeigt

MEMPHIS, Tennessee,19. August 2021 –Sedgwick, ein weltweit führender Anbieter von technologiegestützten Risiko-, „ benefits “- und integrierten Geschäftslösungen, hat heute seinen neuesten Bericht zum US-Produktrückrufindex veröffentlicht. Dem Sedgwick-Rückrufindex-Bericht zufolge üben Verbraucherschützer und US-Gesetzgeber weiterhin Druck auf die Aufsichtsbehörden aus, gegen unsichere Produkte vorzugehen. Daher ist es für Unternehmen wichtiger denn je, sich auf verstärkte Kontrollen und Reputationsrisiken vorzubereiten, die vor, während und nach einem Produktrückruf oder einer Abhilfemaßnahme auf dem Markt auftreten können.

Der neue Bericht enthält alle aktuellen Daten zu Rückrufaktionen, Trends und Prognosen, die Unternehmen benötigen, während sich Führungskräfte darauf vorbereiten, die globale Pandemie hinter sich zu lassen, die die regulatorischen Rahmenbedingungen, das politische Klima und das Verbraucherverhalten verändert hat.

Diese branchenführende Studie und Analyse wurde von den Experten von Sedgwick im Bereich bewährter Verfahren für Rückruf-, Sanierungs- und Kundenbindungslösungen konzipiert und durchgeführt. Sedgwick arbeitet partnerschaftlich mit Kunden aus allen Branchen zusammen, um Risiken zu bewältigen und die Auswirkungen von Geschäfts- und Produktkrisen auf dem Markt zu minimieren.

Zu den Höhepunkten zählen die Daten für das zweite Quartal sowie Prognosen für den weiteren Verlauf des Jahres 2021:

Rückrufdaten für das zweite Quartal:

  • Die Rückrufe von Konsumgütern kehrten auf das in den Jahren 2019 und 2020 beobachtete Quartalsniveau zurück, was im Vergleich zum ersten Quartal 2021 einen Anstieg der Rückruffälle um 34 % und der betroffenen Einheiten um 364 % bedeutet.
  • Die Zahl der Lebensmittelrückrufe durch die US-amerikanische Food and Drug Administration (FDA) stieg um 20,5 % auf 106 Fälle, was einem Anstieg von 232,1 % gegenüber dem Vorquartal entspricht.
  • Die Zahl der Rückrufaktionen des US-Landwirtschaftsministeriums (USDA) ist im Vergleich zu den vierteljährlichen Durchschnittswerten aus dem Jahr 2019 vor der Pandemie zwar nach wie vor gering, stellt jedoch die höchste Anzahl an Rückrufaktionen dar, die in den letzten sechs Quartalen bekannt gegeben wurden.
  • Die Zahl der Rückrufaktionen in der Automobilbranche ging gegenüber den letzten beiden Quartalen leicht zurück und betraf 6,7 Millionen Fahrzeuge – nur die Hälfte der im ersten Quartal 2021 betroffenen Fahrzeuge.
  • Die Zahl der Rückrufe von Medizinprodukten ging im zweiten Quartal zum vierten Mal in Folge zurück und belief sich auf lediglich 173 Fälle, was einem Rückgang von 18,4 % entspricht und den niedrigsten Stand seit neun Quartalen darstellt.
  • Die Zahl der Arzneimittelrückrufe ging im zweiten Quartal zum dritten Mal in Folge zurück und sank um 6,3 % auf 59 Fälle, was einen neuen Tiefstand seit dem ersten Quartal 2019 darstellt.

Ausblick auf das Jahr 2021:

  • Auch wenn die Zahl der Rückrufaktionen in der Automobilbranche in den ersten sechs Monaten des Jahres 2021 leicht hinter den Zahlen von 2020 zurückbleibt, mehren sich die Anzeichen dafür, dass die National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA) unter der Biden-Regierung eine strengere Haltung in Bezug auf Rückrufaktionen einnimmt. Während das Verkehrsministerium zuvor eine begrenzte behördliche Aufsicht über Innovationen in der Automobilbranche angestrebt hatte, deuten die jüngsten regulatorischen Maßnahmen darauf hin, dass diese Zeit vorbei ist.
  • Die US-amerikanische Kommission für die Sicherheit von Verbraucherprodukten (CPSC) hat ihren ersten Bericht über künstliche Intelligenz (KI) und maschinelles Lernen (ML) in Verbraucherprodukten veröffentlicht und dabei eine verstärkte Überprüfung „potenzieller Gefahren“ zugesagt, die von Haushaltsgeräten ausgehen, die diese Technologien nutzen. Angesichts dieser Pläne ist davon auszugehen, dass die CPSC auch in ihrem Arbeitsplan für das Geschäftsjahr 2022 der Überwachung von KI und ML Priorität einräumen wird – ein Aspekt, den Hersteller von Verbraucherprodukten aufmerksam im Auge behalten sollten.
  • Die Lebensmittelindustrie geht streng gegen Rückrufaktionen aufgrund von Schwermetallbelastungen vor. Unternehmen aus der gesamten Lebensmittelbranche sollten die Entwicklungen im Kongress, bei der FDA und bei der Weltgesundheitsorganisation (WHO) aufmerksam verfolgen, um die potenziellen Herausforderungen und Risiken im Zusammenhang mit der Einhaltung gesetzlicher Vorschriften zu verstehen.
  • In der Medizinproduktebranche lassen die Herausforderungen der weltweiten Coronavirus-Pandemie allmählich nach, und es gibt Anzeichen dafür, dass sich die Branche mitten in einer Erholungsphase befindet. Die Unternehmen können davon ausgehen, dass einige der Veränderungen dauerhaft Bestand haben werden – hoffentlich in einer Weise, die für Aufsichtsbehörden, Hersteller, medizinisches Fachpersonal und Patienten von Vorteil ist.
  • Kontaminationsrisiken stellen für Pharmaunternehmen seit jeher eine Gefahr dar, und trotz der unermüdlichen Bemühungen der FDA und der Branche, die Verbraucher vor einer möglichen Kontamination mit Karzinogenen zu schützen, bestehen diese Risiken weiterhin. Die Unternehmen können davon ausgehen, dass die Aufsichtsbehörden weiterhin nach Möglichkeiten suchen werden, um zu verhindern, dass Verunreinigungen in die Arzneimittelversorgung gelangen.

„Auch wenn am Ende des COVID-19-Tunnels ein Licht zu sehen scheint und Ökonomen für den Rest des Jahres einen Konjunkturaufschwung prognostizieren, werden wir mit Sicherheit zunehmende Reputationsrisiken für Unternehmen aller Branchen erleben“, bemerkt Chris Harvey, Senior Vice President bei Sedgwick. „Unternehmen aller Branchen sollten ihre Produktionsprozesse neu bewerten, ihre Lieferkettenpartner genau unter die Lupe nehmen und Zeit und Ressourcen investieren, um Rückrufmanagement-, Krisen- und Kommunikationspläne auszuarbeiten.“

Der Rückrufindex wird vierteljährlich von den Markenschutz-Experten von Sedgwick erstellt. Es handelt sich um den einzigen Bericht, der Rückrufdaten zusammenfasst und nachverfolgt, um Akteuren der Branche dabei zu helfen, sich im regulatorischen Umfeld, bei Produktrückrufen und anderen Herausforderungen im Zusammenhang mit Produkten auf dem Markt zurechtzufinden. Weitere Informationen finden Sie untersedgwickcomf.kinsta.cloud/brandprotection.

Um den Bericht zum Rückrufindex herunterzuladen, besuchen Sie die Seite„Bericht zum US-Produktrückrufindex“.