Lieferkette: Das Risiko, das niemals schläft
Im Jahr 2026 sind Risiken in der Lieferkette kein vorübergehender Sturm – sie sind das Klima, in dem wir leben.
Geopolitische Spannungen, handelspolitische Kurswechsel, regulatorische Umbrüche und globale Ereignisse haben dazu geführt, dass Störungen zur Normalität geworden sind. Von regionalen Konflikten, die die Schadenabwicklung erschweren, bis hin zu Cyberbedrohungen und logistischen Ausfällen – die Anfälligkeiten nehmen zu, und die alten Strategien greifen nicht mehr.
Unternehmen bemühen sich mit Hochdruck darum, ihre Lieferantenbasis zu diversifizieren, die Compliance zu stärken und Resilienz in jedes Glied der Lieferkette zu integrieren. Agilität, Zusammenarbeit und Technologieinvestitionen sind keine Option mehr – sie sind Überlebensstrategien. Die Frage ist nicht, ob es zu Störungen kommen wird, sondern wie gut Sie darauf vorbereitet sind, diese in Chancen zu verwandeln.
In diesem Abschnitt werden die Trends und Prioritäten beleuchtet, die das Lieferkettenmanagement im kommenden Jahr neu definieren – und es wird erläutert, wie Führungskräfte Systeme aufbauen können , die Schwankungen standhalten, die Geschäftskontinuität sichern und in einem zunehmend komplexen globalen Umfeld einen beständigen Service gewährleisten.
Die Lieferkette steht unter Druck
Risiken in der Lieferkette sind mittlerweile untrennbar mit geopolitischen und handelspolitischen Entwicklungen verbunden. Zwei Drittel der Unternehmen berichten von negativen Auswirkungen der US-Handelspolitik, während geopolitische Instabilität und Lieferantenkonzentration ganz oben auf der Liste der Risiken stehen. Cyberbedrohungen stellen eine sich abzeichnende strukturelle Schwachstelle in den Lieferketten dar.
Wichtigste Risikofaktoren
Geopolitische Instabilität
65 % nennen wirtschaftliche und geopolitische Unsicherheiten als Hauptsorge in Bezug auf die Lieferkette
Lieferantenrisiko
46 % nennen die Konzentration und Zuverlässigkeit der Lieferanten als entscheidendes Risiko
Cyberbedrohungen
38 % bezeichnen Cybersicherheit als strukturelle Schwachstelle in der Lieferkette
Auswirkungen der Handelspolitik
66%
berichten von negativen Auswirkungen der US-Handelspolitik, während nur 3 % positive Auswirkungen verzeichnen. Am stärksten sind davon das verarbeitende Gewerbe (83 % negativ) und der Einzelhandel (78 % negativ) betroffen.
Ausblick auf disruptive Entwicklungen
54%
In den nächsten 12 Monaten ist mit mäßigen bis erheblichen logistischen Störungen zu rechnen, die auf politische Unsicherheiten und geopolitische Spannungen zurückzuführen sind.
Maßnahmen zur Diversifizierung
59%
legen aktiv Wert auf die Diversifizierung ihrer Lieferanten und verfolgen die Fortschritte dabei, wobei sie den Schritt von der Absicht zu messbaren Maßnahmen vollziehen.
Perspektive der Führungskräfte bei Sedgwick
Machen Sie Umbrüche zu einem strategischen Vorteil.
Risiken in der Lieferkette sind zu einer entscheidenden Herausforderung für das Jahr 2026 geworden, angeheizt durch globale Volatilität, sich wandelnde Handelspolitik, Materialengpässe und Arbeitskräftemangel. Bei Sedgwick sind sich unsere Führungskräfte einig: Disruption ist mittlerweile die Norm und nicht mehr die Ausnahme. Geopolitische Instabilität, Cyberbedrohungen und veraltete Systeme verstärken die Anfälligkeit in allen Branchen und im öffentlichen Sektor. Erfolgreich sein werden diejenigen Organisationen, die Agilität in den Vordergrund stellen, ihre Lieferantenbasis diversifizieren und in proaktive Planung und Technologie investieren.
Wir bei Sedgwick sehen diesen Moment als Aufforderung, Barrieren zu überwinden, Komplexität anzunehmen – und Disruption in einen strategischen Vorteil zu verwandeln.
01
Zölle und handelspolitische Maßnahmen verändern die Risiken in der Lieferkette.
Unternehmen müssen sich angesichts sich wandelnder globaler Handelsregeln in einem Umfeld ständiger Unsicherheit zurechtfinden, was zu steigenden Kosten führt und die Beschaffung erschwert.
02
Geopolitische Instabilität ist ein anhaltender Störfaktor.
Internationale Spannungen und politische Umbrüche können Lieferketten von einem Tag auf den anderen lahmlegen und erfordern daher eine schnelle Anpassung sowie Notfallplanung.
03
Die Diversifizierung der Lieferanten ist mittlerweile ein strategisches Muss.
Sich auf eine kleine Zahl von Lieferanten zu verlassen, ist nicht mehr tragbar – führende Unternehmen bauen ihre Lieferantennetzwerke aktiv aus und überwachen sie, um ihre Widerstandsfähigkeit zu stärken.
04
Cyberbedrohungen und Altsysteme bringen neue Schwachstellen zum Vorschein.
Moderne Lieferketten sehen sich mit zunehmenden Cyberrisiken und veralteter Technologie konfrontiert, weshalb Investitionen in Sicherheit und Modernisierung für ihr Überleben unerlässlich sind.
Weitere Überlegungen:
01
Störungen in der Lieferkette haben Auswirkungen auf die Bereiche Personal, Sicherheit undSchadenkosten.
02
Störungen in der Lieferkette sind für Hersteller besonders gravierend, da es bei Seltenerdmetallen und anderen kritischen Vorleistungen zu Schwankungen kommt.
03
Die Globalisierung und die Inflation veranlassen Unternehmen dazu, neue Lieferanten zu suchen, oft in anderen Ländern, wasQualitätsrisiken und Herausforderungen hinsichtlich der Einhaltung von Vorschriften mit sich bringen kann. Die Überprüfung von Lieferanten und die Qualitätssicherung sind wichtiger denn je, um Rückrufaktionenund Reputationsschäden zu vermeiden.
04
Behördensehen sich ähnlichen Herausforderungen in der Lieferkette gegenüber wie die Privatwirtschaft, wobei die Situation durch politische Veränderungen und administrative Umstellungen noch komplexer wird.

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