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Von Leah Cooper, Global Chief Digital Officer

Es gibt mehr digitale Tools als je zuvor. Wir hören ständig von Anbietern und InsurTech-Unternehmen, wie ihre Angebote unsere Branche verändern werden. Bei Sedgwick stellen wir uns letztendlich folgende Fragen: Wird die Technologie uns dabei helfen, uns um die Menschen zu kümmern? Wird sie unseren Anspruchstellern ermöglichen, zu verstehen, wie sie mit uns in Kontakt treten können? Wird sie unsere Kunden dabei unterstützen, den Überblick über ihre Programme zu behalten? Und wird sie unseren talentierten Kollegen helfen, ihre Arbeit einfacher zu erledigen und dabei auf bessere Informationen zurückzugreifen? 

Wenn manin der heutigen, von Technologie geprägten Geschäftswelt die Zusammenhänge erkennt, lässt sich das Gesamtbild besser erfassen. Im Folgenden werde ich einige der wichtigsten Technologietrends in unserer Branche beleuchten und einige Prognosen dazu abgeben, was der Rest des Jahres 2024 noch bereithalten könnte.

Künstliche Intelligenz

Niemand von uns kann den tiefgreifenden Einfluss transformativer Technologien wie künstlicher Intelligenz (KI) und ChatGPT in allen Branchen ignorieren. Dieser Einfluss wird im Laufe des Jahres 2024 sicherlich weiter zunehmen. Generative KI (GenAI) wird derzeit noch geprüft, um sicherzustellen, dass sie sicher, ethisch und verantwortungsbewusst eingesetzt wird. Mit der Zeit wird diese Technologie jedoch an Vertrauen gewinnen. Durch iteratives Prompt-Engineering werden Technologieteams erfolgreich mit ihren Geschäftspartnern zusammenarbeiten, um Lösungen zu entwickeln, die funktionieren und von den operativen Teams akzeptiert werden. 

Dies schafft die Voraussetzungen dafür, dass Unternehmen, die generative KI nutzen, herausfinden können, wie sie Lösungen mit anderen KI-basierten Tools – wie Vorhersagemodellen und Entscheidungsmodulen – miteinander verknüpfen können, um eine wirkungsvolle Prozesstransformation zu erreichen. Mit der Weiterentwicklung der generativen KI wird deren Integration die Arbeitsdynamik, zwischenmenschliche Interaktionen und kognitive Prozesse neu gestalten.

Ein wesentlicher Aspekt jedes guten KI-Programms ist es, kritische Ermessensentscheidungen in den Händen von Menschen zu belassen. Im Bereich der Schadensabwicklung ist es eine Sache, die Genehmigung einfacher Fälle zu automatisieren; eine ganz andere Sache ist es jedoch, KI so einzusetzen, dass sie qualifizierte Fachkräfte bei der Entscheidungsfindung in komplexen Schadensfällen unterstützt. Jedes Unternehmen, das KI einsetzt, muss verstehen, wie diese die Menschen in ihren Aufgaben unterstützt – indem sie den Verwaltungsaufwand verringert, aber niemals das Urteilsvermögen eines echten Menschen ersetzt. Wir sagen unseren Kollegen gerne: KI kommt nicht,umihre Arbeitsplätze zu ersetzen, sondernumihre Arbeit zu unterstützen. 

Daten nutzen

Bei all dem Gerede über GenAI könnte uns ein ebenso wichtiger Technologiebereich aus den Augen geraten, der sich bereits seit Jahren entwickelt: die Datenwissenschaft. Im Zuge der fortschreitenden Transformation von Qualitätsinitiativen erhalten Schadenbearbeiter durch die Integration von Echtzeitdaten und sofortigem Feedback zunehmend Unterstützung. Daten dienen als Entscheidungsgrundlage und sorgen für mehr Transparenz, können aber auch dabei helfen, Trends zu erkennen und die Ergebnisse zu verbessern. Beobachten Sie in diesem Jahr, wie automatisierte Prüfungen, Echtzeitüberwachung und risikobasierte Analysen Teil der Qualitätsdiskussion werden.

Datenwissenschaftler stellen ihren Nutzen immer wieder unter Beweis. Daten liefern uns immer aussagekräftigere Erkenntnisse, insbesondere da neue Informationsquellen in bestehende Prozesse integriert werden. Anwendungsprogrammierschnittstellen (APIs) schaffen konkrete Verbindungen und eröffnen neue Möglichkeiten, um Prozesse zu beschleunigen, Modelle und Entscheidungen zu untermauern sowie die Business Intelligence zu verbessern. Wir gehen davon aus, dass Unternehmen sich verstärkt damit befassen werden, wie sie Daten nutzen können, um sich einen umfassenden Überblick über ihre Wettbewerbsmärkte und ihr Gesamtrisiko zu verschaffen.

Es gibt kein Patentrezept

Ganz grundsätzlich müssen wir uns alle vor Augen halten, dass wir den Menschen nicht aus der Gleichung herausnehmen können. Angesichts des Fachkräftemangels und der Forderung nach höherer betrieblicher Effizienz sucht jeder nach einer Wunderlösung, um technologisch fortschrittliche, datengestützte Ansätze zur Entwicklung von „Low-Touch“- und „No-Touch“-Lösungen anzuwenden. Diejenigen, die herausfinden, wann und wo dies am sinnvollsten ist, werden bei der Umsetzung ihrer digitalen Strategien am erfolgreichsten sein. 

Bei komplexen Schadensfällen werden wir nie ganz auf zwischenmenschliche Beziehungen verzichten können. In vielen Fällen haben die Menschen, die sich an Sedgwick wenden, Angst. Sie brauchen einen Partner, einen Fürsprecher, der ihnen versichert, dass man sich um sie kümmern wird. Es ist unsere Aufgabe, herauszufinden, wie wir die Menschen dort abholen können, wo sie gerade stehen. Vielleicht geschieht dies durch verbesserte digitale Plattformen, Kommunikationskanäle und eine zügige Lösung – oder vielleicht durch eine bessere und fundiertere Art des persönlichen Umgangs mit ihnen. 

Im Technologiebereich stehen für 2024 und darüber hinaus einige unglaublich spannende Entwicklungen bevor. In einem Jahr werden wir alle schon viel mehr wissen als heute. Unsere Branche und unsere technologischen Werkzeuge verändern sich ständig, und wir alle haben die Chance, das Leben unserer Kunden zu verbessern. Das ist das Wichtigste, was wir uns zum Ziel setzen können.

Erfahren Sie mehr — sehen Sie sich unsere „Connect 2024“-Liste zu den Trends, die Sie dieses Jahr im Auge behalten sollten, und besuchen Sie unsere Website , um unsere Technologielösungen zu entdecken, und halten Sie Ausschau nach der neuen Rubrik „Tech forward“ in der kommenden Ausgabe unseres digitalen Magazins edge