12. November 2021
Fälschungen stellen für die Konsumgüterbranche ein immer größeres Problem dar, da immer mehr Marken vom traditionellen stationären Handel auf den Online-Handel umsteigen.
Die Zunahme von Produktfälschungen stellt sowohl eine physische als auch eine finanzielle Bedrohung dar, da diese oft aus minderwertigen Materialien hergestellt werden oder gefährliche Chemikalien enthalten. Am alarmierendsten ist vielleicht, dass eine aktuelleStudieder „Buy Safe America Coalition“ ergab, dass die Online-Fälschungsindustrie den einheimischen Einzelhändlern Umsatzverluste in Höhe von fast 54,1 Milliarden Dollar verursacht hat. Doch es scheint, als sei der Kongress nun endlich bereit, sich mit diesem Problem auseinanderzusetzen.
Sowohl der Justizausschuss des Senats als auch der des Repräsentantenhauses haben kürzlich Anhörungen zum„SHOP SAFE Act“und zum„INFORM Consumers Act“ abgehalten, die darauf abzielen, den illegalen und betrügerischen Verkauf von Konsumgütern zu bekämpfen. Die Befürworter des „INFORM Consumers Act“ im Senat sind sogar so weit gegangen, die Fassung des Gesetzentwurfs des Repräsentantenhauses als Änderungsantrag in das „unabdingbare“ Gesetz zur Genehmigung der nationalen Verteidigung („National Defense Authorization Act“) aufzunehmen, wodurch die Verabschiedung des Gesetzentwurfs praktisch garantiert ist.
So stellen Sie sicher, dass Ihr Unternehmen geschützt ist
Unabhängig davon, ob einer oder beide Gesetzentwürfe verabschiedet werden, ist mit einem harten Vorgehen gegen Produktfälschungen zu rechnen. Gleichzeitig könnten viele ehrliche Unternehmen in die Fälschungsfalle geraten, wenn sie nicht vorsichtig sind. Um ein solches Schicksal zu vermeiden, gibt es mehrere Maßnahmen, die Unternehmen bereits jetzt ergreifen sollten.
1.Kennen Sie die gesetzlichen Bestimmungen. Zuallererstsollten Unternehmen die neuesten Entwicklungen bei der Ausarbeitung des „SHOP SAFE Act“ und des „INFORM Consumers Act“ verfolgen. Der „INFORM Consumers Act“ verpflichtet Online-Marktplätze derzeit dazu, Informationen von ihren Großverkäufern zu erheben und zu überprüfen sowie eine Möglichkeit bereitzustellen, mit diesen in Kontakt zu treten, um Beschwerden über mögliche Produktfälschungen einzureichen. Die neueste Fassung des Gesetzentwurfs, die von Amazon, eBay und Etsy unterstützt wird, sieht zudem weniger Anforderungen an die Datenerhebung zur Überprüfung der Identität der Verkäufer vor.
2.Überwachen Sie Ihre Lieferkette. Die meistenUnternehmen achten bereits sehr genau auf ihre Lieferketten. Doch da die Überwachung auf gefälschte Waren verstärkt wird, sollten Unternehmen noch genauer hinschauen, damit sie nicht unwissentlich in den Verkauf gefälschter Waren verwickelt werden. Wenn Sie als Hersteller unwissentlich gefälschte Produkte weiterverkaufen, werden Sie haftbar gemacht. Das ist vergleichbar damit, unwissentlich mit einem gefälschten 100-Dollar-Schein zu bezahlen, den Ihnen jemand untergeschoben hat. Selbst wenn Sie unschuldig sind, bekommen Sie Ihr Geld nicht zurück. In beiden Fällen müssen Sie dennoch den Preis zahlen.
3.Handeln Sie proaktiv.Wenn Sie eine Beschwerde eines Kunden über ein gefälschtes Produkt erhalten, ergreifen Sie die notwendigen Maßnahmen, um diese Beschwerde zu klären, bevor die Aufsichtsbehörden eingeschaltet werden. Die Schaffung einfacher Kommunikationswege zu Ihren Kunden und eine schnelle Reaktion tragen dazu bei, Vertrauen aufzubauen und möglicherweise Ihr Unternehmen zu retten.
Der „SHOP SAFE Act“ würde E-Commerce-Plattformen dazu verpflichten, mehr Verantwortung bei der Bekämpfung von auf ihren Websites verkauften gefälschten Waren zu übernehmen, indem sie eine Reihe von „Best Practices“ zur Bekämpfung dieser Waren einhalten. Die Einhaltung dieser Best Practices würde Unternehmen vor einer Haftung für den Verkauf gefälschter Waren durch Drittanbieter auf ihren Plattformen schützen. Indem sie die neuesten Entwicklungen genau im Auge behalten, sind Unternehmen besser darauf vorbereitet, etwaige neue Vorschriften umzusetzen.
Die jüngste Konzentration des Kongresses auf Gesetze zur Bekämpfung von Produktfälschungen und die Unterstützung solcher Gesetze durch E-Commerce-Giganten deuten darauf hin, dass die Konsumgüterindustrie mit einer verstärkten Überwachung und Regulierung von Produktfälschungen auf Online-Marktplätzen rechnen muss.
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