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Von Ryan Gooley, Leiter Geschäftsentwicklung

Nach einem groß angelegten Rückruf von Apfelmus-Beuteln ist erneut die Aufmerksamkeit auf die Regulierungsbefugnisse der US-amerikanischen Lebensmittelüberwachungs- und Arzneimittelbehörde (FDA) im Bereich der Lebensmittelkontamination gerichtet worden – bzw. auf deren Fehlen.

Ende Oktober 2023gabdie FDA eine Sicherheitswarnungheraus, in der sie Verbraucher davor warnte, bestimmte Marken von Apfelmus-Beuteln zu kaufen, nachdem eine ursprünglich in North Carolina eingeleitete Untersuchung ergeben hatte, dass die Produkte mit „extrem hohen Bleikonzentrationen“ verunreinigt waren. Der Hersteller dieser Produkte leitete daraufhin im November einen freiwilligen Rückruf ein, da die FDA und die Centers for Disease Control (CDC) weiterhin Meldungen über unerwünschte Ereignisse erhielten, die möglicherweise mit den Apfelmus-Beuteln in Zusammenhang standen.

Die Bleiverunreinigung wurde auf Zimt zurückgeführt, der von einem Unternehmen in Ecuador geliefert wurde, und die FDA hat inzwischenangedeutet, dass das Blei möglicherweise absichtlich zugesetzt wurde. Da die FDAnur begrenzte Befugnisse gegenüber ausländischen Zulieferern hat, die ihre Produkte nicht direkt in die USA liefern, müssen Unternehmen auf ihre Partner in der Lieferkette vertrauen, dass diese schadstofffreie Zutaten beschaffen und liefern. Zwar hat sich die Rückverfolgbarkeit verbessert, doch sind Unternehmen bei der Zusammenarbeit mit neuen Lieferanten nach wie vor erheblichen Risiken ausgesetzt und sollten ihre eigenen Qualitätskontrollprozesse überprüfen, um sicherzustellen, dass diese ausreichend sind.

Regulierungslücken im Fokus

Wie wir bereits in früheren Blogbeiträgen angemerkt haben, werden Produkte, die sich an Kinder richten, von den Aufsichtsbehörden strenger geprüft, und in den letzten Jahren haben diese zügig neue Vorschriften zum Schutz jüngerer Altersgruppen eingeführt. Im Falle einer Lebensmittelkontamination verfügt die FDA derzeit nur über „begrenzte Mittel, um die Belastung durch giftige Elemente in der Lebensmittelversorgung zu verringern“. Zwar hat die FDA bereits unverbindliche Leitlinien zu Höchstgrenzen für Blei in Produkten herausgegeben, die für Kleinkinder vermarktet werden, doch gibt es in den USA keine bundesweite Vorschrift, im Inland hergestellte oder ins Land importierte Lebensmittel auf Blei zu prüfen.

Doch schon vor diesem jüngsten Rückruf wegen Bleiverunreinigungen strebte die FDA eine Änderung ihrer Rolle bei der Regulierung von Lebensmittelverunreinigungen an. In ihren im März 2023 veröffentlichtenGesetzesvorschlägen für das Geschäftsjahr 24strebte die Behörde an, „das Bundesgesetz über Lebensmittel, Arzneimittel und Kosmetika (FD&C Act) zu ändern, um der FDA neue Befugnisse zur Festlegung verbindlicher Grenzwerte für Verunreinigungen in Lebensmitteln zu gewähren, einschließlich solcher, die von Säuglingen und Kleinkindern verzehrt werden“. Die FDA strebt zudem an, Unternehmen zu verpflichten, „Endprodukte, die für den Verzehr durch Säuglinge und Kleinkinder vermarktet werden, auf giftige Elemente zu untersuchen“. In mehreren Bundesstaaten, darunter New York und Kalifornien, gelten bereits ähnliche Vorschriften.

Zwar wurden 2023 bei diesen beiden Gesetzesvorlagen keine Fortschritte erzielt, doch könnte die verstärkte Aufmerksamkeit der Medien und Verbraucher im Zuge der Rückrufaktionen für Apfelmus-Beutel die Aktivitäten im Kongress ankurbeln. Die Verbraucher haben sich in den letzten Jahren immer deutlicher zum Thema Produktsicherheit geäußert und dazu beigetragen, dass andere Vorschriften zum Schutz von Kleinkindern durchgesetzt wurden.

Unternehmen, die Produkte für Kinder vermarkten, sollten während des gesamten Produktlebenszyklus die neuen Entwicklungen bei den Untersuchungen der FDA zu dieser Lebensmittelkontamination genau im Auge behalten. Die FDA hat deutlich gemacht, dass sie sich erweiterte Kontrollbefugnisse in Bezug auf Lebensmittelzutaten wünscht, und es ist wahrscheinlich, dass Unternehmen innerhalb der nächsten fünf Jahre mit neuen Anforderungen konfrontiert werden. Unternehmen sollten bereits jetzt Maßnahmen ergreifen, um ihre Lieferkette gründlich zu überprüfen und die notwendigen Änderungen umzusetzen, um die Qualitätskontrolle und -sicherung zu gewährleisten.

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