10. Dezember 2020
Da die Menschen nach nachhaltigeren Lebensweisen streben und die Länder darauf hinarbeiten, bis 2050 Netto-Null-Emissionen zu erreichen, haben Unternehmen im Energiesektor begonnen, ihre Prozesse und Produktlinien anzupassen, um mit der Nachfrage Schritt zu halten. Bei der Entwicklung energieeffizienterer Produkte durchlaufen die Hersteller möglicherweise eine Phase des Ausprobierens, bis sie die richtige Lösung gefunden haben.
In diesem Monat ruft LG Chem Ltd. freiwillig bestimmte Modelle seiner Lithium-Ionen-Batterien für die Energiespeicherung im Haushalt zurück, da Bedenken hinsichtlich Überhitzung und Hausbränden bestehen. Der südkoreanische Industriegigant arbeitet mit der US-amerikanischen Consumer Product Safety Commission (CPSC) zusammen, nachdem fünf Berichte über Brände im Zusammenhang mit seinem Batteriesystem in den USA eingegangen sind. Den Angaben in der Rückrufmitteilung zufolge verursachten die Brände nur geringen Sachschaden und es gab keine Verletzten.
Die fehlerhaften Geräte wurden von Januar 2017 bis März 2019 von verschiedenen Händlern für Solaranlagen verkauft. LG Chem und das Schwesterunternehmen LG Solution Co. arbeiten mit den beteiligten Unternehmen zusammen, um die Ursache für die Batteriefehler zu ermitteln. Als vorbeugende Maßnahme teilte das Unternehmen mit, dass den Verbrauchern ein kostenloser Batterieaustausch angeboten wird, bei dem „modernste“ Batteriezellen aus dem Jahr 2020 zum Einsatz kommen.
Der Rückruf erfolgt zu einer Zeit, in der Solarinstallateure Batterien als Teil ihrer Anlagen anbieten. Viele Hausbesitzer wünschen sich eine Notstromversorgung, um bei Stromausfällen infolge von Hurrikanen, extremer Hitze oder der Gefahr von Waldbränden die Beleuchtung aufrechtzuerhalten.
Was alle Hersteller daraus lernen können
Alle Hersteller sollten sich auf dem Laufenden halten und ihre Krisenpläne auf der Grundlage verschiedener Rückrufaktionen anpassen, unabhängig von der Branche. Ob es sich um einen behördlich angeordneten, nicht behördlich angeordneten, freiwilligen oder unfreiwilligen Rückruf handelt – jede Rückrufaktion kann wichtige Lehren liefern.
Sobald LG Chem erkannte, dass das Produkt eine potenzielle Gefahr für Verbraucher darstellen könnte, leitete das Unternehmen umgehend einen freiwilligen Rückruf ein. Durch diese schnelle Reaktion gelang es dem Unternehmen, die Vertriebspartner auf das Problem aufmerksam zu machen und die Sicherheit der Verbraucher zu gewährleisten. Anstatt eine langwierige Krise zu verursachen, löste das Unternehmen durch sein Handeln das Problem und gewann mehr Vertrauen auf dem Markt.
Lösung zur Abhilfe im Markt
Das Hauptziel einer Abhilfemaßnahme besteht darin, auf Vorfälle zu reagieren, bevor sie zu einem größeren Rückschlag werden, und den Ruf eines Unternehmens zu schützen.
In der Regel gehen Produktrückrufe von einem einzelnen Hersteller aus und betreffen nur dessen Verbraucher. Dies ist jedoch ein Paradebeispiel für ein Ereignis, das eine Lösung zur Abhilfe im Markt erfordert. LG Chem verkauft Batterien und andere Produkte weltweit an Händler, was bedeutet, dass der Umfang des Rückrufs doppelt so groß ist, da mehrere Unternehmen LG-Chem-Produkte in Privathaushalten installieren.
Da LG Chem mit verschiedenen Händlern zusammenarbeitet, ist das Unternehmen nicht allein für das fehlerhafte Produkt verantwortlich. Wenn die Verantwortung auf diese Weise geteilt wird, haben kluge Unternehmen geeignete Lösungen zur Abhilfe in ihre Krisenpläne integriert.
Stichworte: Markenschutz Rückruf
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