1. März 2024
Dieser Blogbeitrag ist der erste Teil einer Reihe, in der unsere Immobilienexperten aktuelle Schadensfälle beleuchten. Im ersten Teil berichten wir über unseren Einsatz bei einem verheerenden Brand. Seien Sie gespannt auf den zweiten Blogbeitrag, der sich mit einer Hochwasserkatastrophe befasst und in Kürze erscheint.
Angaben zum Anspruch
Am 3. Januar 2018 brach in einem bedeutenden Gebäude für Fleischverarbeitung und -export ein verheerender Brand aus. Das Feuer verursachte erhebliche Schäden am Gebäude und legte die gesamte Produktion lahm. Es wurde davon ausgegangen, dass die Betriebsunterbrechung bis zu zwei Jahre andauern würde, wodurch die im Rahmen der Betriebsunterbrechungsversicherung (BI) festgelegte maximale Entschädigungsdauer (MIP) zum Tragen kam. Der Vorfall brachte zahlreiche Herausforderungen mit sich, darunter den Einsatz schwerer Baumaschinen zum Abtragen von Trümmern und zur Durchführung eines Teilabrisses sowie Arbeitsunterbrechungen aufgrund sengender Temperaturen von über 40 Grad Celsius.
Den Herausforderungen begegnen
Als Reaktion auf diese kritische Situation mobilisierte Sedgwick umgehend ein interdisziplinäres Expertenteam. Das Team setzte sich aus erfahrenen Baukostenplanern, Ingenieuren für Planung und Projektmanagement mit Fachkenntnissen in der Fleischproduktionsbranche sowie hauseigenen Spezialisten für forensische Buchführung zusammen. Insbesondere arbeiteten die Experten von Sedgwick und die vom Versicherten beauftragten Berater eng zusammen, um einen einheitlichen Ansatz zu gewährleisten – was Transparenz und einen zügigen Fortschritt förderte.
Die Spezialisten für forensische Buchführung von Sedgwick spielten eine entscheidende Rolle bei der Analyse des Teils des Schadens, der sich auf den Betriebsausfall bezog. Sie erstellten Prognosen für die Kosten im besten Fall und verglichen diese mit den möglichen Folgen, falls der Schadenfall seinen natürlichen Verlauf genommen hätte. Diese Daten – in Verbindung mit einer umfassenden Kostenaufstellung für die Sachschäden – ermöglichten konstruktive Gespräche mit dem Versicherten und seinen Beratern über die Wiederaufbauoptionen für einen Neubaustandort.
Aussagekräftige Ergebnisse
Im Laufe des gesamten Verfahrens führte ein kooperativer Ansatz zu einem Vorschlag, den Schadenfall bereits in einem frühen Stadium beizulegen. Dies bot einen erheblichen Preisnachlass im Vergleich zu den prognostizierten Kosten, die bei einer vollständigen Durchsetzung des Anspruchs entstanden wären. Diese Vereinbarung bot dem Versicherten mehrere Vorteile, darunter sofortige Sicherheit, größere Flexibilität bei der Verwendung der Versicherungssumme und die Möglichkeit, sich auf die Führung seines Unternehmens zu konzentrieren, anstatt sich mit langwierigen Versicherungsabwicklungsverfahren auseinandersetzen zu müssen.
Für die Versicherer bot dieser Ansatz die Möglichkeit, die Schadenssumme auf ein Niveau zu begrenzen, das deutlich unter dem potenziellen Umfang lag, und so erhebliche laufende Kosten zu vermeiden, die mit der Bearbeitung und Regulierung eines derart hochkomplexen Schadensfalls verbunden gewesen wären. Die erfolgreiche Lösung dieses Falls verdeutlichte den immensen Wert eines engagierten Teams aus mehr als 20 Spezialisten für Großschäden und forensische Buchprüfung, die während des gesamten Schadenprozesses eng zusammenarbeiteten.
Darüber hinaus ermöglichte die schnelle und effektive Unterstützung durch die Versicherer es dem Versicherten, sich auf proaktive Maßnahmen zur Schadensminderung zu konzentrieren. Bemerkenswerterweise konnte dieser Schadenfall – einer der größten und komplexesten Sachbrandschäden in der Geschichte Australiens, an dem ein Konsortium aus australischen und Londoner Versicherern beteiligt war – in knapp sieben Monaten gütlich und angemessen beigelegt werden. Dieses Ergebnis kam allen Beteiligten zugute, darunter dem Versicherten, seinen Versicherern und der gesamten lokalen Gemeinschaft.
Dieses Fallbeispiel unterstreicht, wie wichtig eine koordinierte, von Experten geleitete Vorgehensweise bei umfangreichen und komplexen Sachschadensfällen durch Brände ist. Es zeigt, wie Zusammenarbeit, Transparenz und frühzeitige Vergleichsgespräche selbst angesichts erheblicher Herausforderungen zu positiven Ergebnissen führen können.
Seid gespannt auf den zweiten Blogbeitrag in dieser Reihe, in dem unsere Experten eine aktuelle Hochwasserkatastrophe beleuchten werden.
Tony Morgan – Nationaler Schadensregulierer, Australien
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