Von Shane O’Dea, Leiter für strategische Partnerschaften und Programme im Bereich Arbeitsunfallversicherung

Wenn ein Mitarbeiter aufgrund einer Krankheit oder Verletzung arbeitsunfähig ist, ist eine frühzeitige Kommunikation entscheidend für eine bessere Genesung und eine erfolgreichere Rückkehr an den Arbeitsplatz. Tatsächlich deutenForschungsergebnisse aus Australiendarauf hin, dass sich die Chancen auf eine erfolgreiche Rückkehr an den Arbeitsplatz erheblich verbessern, wenn innerhalb der ersten drei Tage nach dem Unfall Kontakt zu dem verletzten Mitarbeiter aufgenommen wird – und zwar um bis zu 63 % bei psychischen Verletzungen und um bis zu 26 % bei körperlichen Verletzungen.

Schneller und gesünder wieder an die Arbeit

WorkSafe Victoria, die zweitgrößte australische Behörde, führt derzeit einegroß angelegte Kampagnedurch, um diese Botschaft zu bekräftigen. Die Kampagne umfasst den Zugang zu einem Toolkit mit Leitlinien dazu, wie Gespräche mit erkrankten oder verletzten Mitarbeitern initiiert und aufrechterhalten werden können. Darüber hinaus haben die australischen Aufsichtsbehörden ihre Websites mit ähnlichen Leitlinien angepasst und bieten Arbeitgebern einfache und flexibel anwendbare Maßnahmen an, um eine positive Genesung und eine reibungslose Rückkehr an den Arbeitsplatz zu unterstützen.

Einem aktuellen Bericht zufolge verläuft der gesamte Genesungs- und Wiedereingliederungsprozess effizienter, wenn eine Unfallmeldung und die Einreichung eines Antrags zügig erfolgen. In Fällen, in denen es zu Verzögerungen kommt, ist es hingegen wahrscheinlicher, dass der Mitarbeiter eine längere Arbeitsunterbrechung benötigt. In Fällen, in denen ein verletzter oder erkrankter Mitarbeiter frühzeitig Unterstützung von seinem Arbeitgeber und seinen Kollegen erhielt, zeigte der Mitarbeiter weniger Bedenken bei der Geltendmachung eines Anspruchs. Darüber hinaus istdie Wahrscheinlichkeit, dass Mitarbeiter, die keine Bedenken hinsichtlich der Geltendmachung eines Anspruchs haben, an ihren Arbeitsplatz zurückkehren,mehr als dreimal so hoch.

Ein gemeinsames Ziel

Erfreulich für Arbeitnehmer und Arbeitgeber ist, dass es unzählige Hilfsangebote für erkrankte oder verletzte Arbeitnehmer gibt. Mit dem technologischen Fortschritt können digitale Plattformen ein höheres Maß an Vernetzung und Einbindung fördern. MySedgwick und smart.ly sind zwei Beispiele dafür. Um Unternehmen dabei zu unterstützen, den Genesungs- und Wiedereingliederungsprozess zu vereinfachen, bietet unser SelbstbedienungsportalMySedgwickKunden und verletzten Arbeitnehmern Zugriff auf den Status ihres Schadensfalls, die Zahlungshistorie, Schadensunterlagen und vieles mehr – per Tablet, Computer oder Smartphone.Smart.lyintegriert hinter den Kulissen zukunftsweisende Technologie, sodass der Erfassungsprozess für den Endnutzer einfach gestaltet ist.

Ein Ansatz, bei dem der Mensch im Mittelpunkt steht

Da Australien in vielen Branchen weiterhin unter einem Fachkräftemangel leidet, legen wir erneut einen besonderen Schwerpunkt darauf, die Gesundheit, das Wohlbefinden und die Produktivität der Belegschaft zu gewährleisten. Dazu gehört auch, diejenigen bei ihrer Genesung und Rückkehr an den Arbeitsplatz zu unterstützen, die eine Verletzung oder Erkrankung erlitten haben. Wenn ein „People-First“-Ansatz im Fehlzeitenmanagement und bei der Arbeitsunfallversicherung richtig umgesetzt wird, können Arbeitgeber mit relativ geringem Aufwand die Gesundheit ihrer Mitarbeiter sowie die Ergebnisse bei Genesung und Wiedereingliederung verbessern. Der rund um die Uhr verfügbare Triage-Service „Direct Health Solutions (DHS)“ von Sedgwick bietet Echtzeit-Benachrichtigungen bei Verletzungen oder Fehlzeiten, um eine frühzeitige Kontaktaufnahme zu ermöglichen. Dieser Service wird Teil des Sedgwick-Schadenbearbeitungsmodells in Australien sein.

Inder Umfrage„Direct Health Solutions(DHS) 2019“ von Sedgwick, an der 104 Organisationen aus ganz Australien teilnahmen, wurden die Befragten gebeten, Daten zu allen ungeplanten Fehlzeiten anzugeben, einschließlich persönlicher Freistellungen, Arbeitsunfähigkeitszeiten im Rahmen der Arbeitsunfallversicherung und unberechtigter Abwesenheiten (bezahlt und unbezahlt). Die Ergebnisse zeigen, dass die Fehlzeiten im Vergleich zu 2017 um 1,5 Tage auf 11,2 Tage pro Mitarbeiter und Jahr gestiegen sind. Die Fehlzeiten kosten die australische Wirtschaft schätzungsweise über 35 Milliarden Dollar an Löhnen und Produktivitätsverlusten. Bemerkenswert ist außerdem, dass 85 % der Befragten angaben, sich in ihrer Organisation auf das Management von Fehlzeiten zu konzentrieren – ein Anstieg um 12 % gegenüber unserer Umfrage von 2017.

Auch wenn sich die Herausforderungen im Zusammenhang mit der Rückkehr an den Arbeitsplatz ständig weiterentwickeln, können kreatives Denken und der Einsatz modernster Technologien uns dabei helfen, Lösungen zu finden und Erwartungen zu übertreffen. Ganz gleich, ob ein Mitarbeiter aufgrund einer Erkrankung oder eines anderen Lebensereignisses eine Auszeit vom Arbeitsplatz benötigt oder ob sich eine Person am Arbeitsplatz, auf dem Gelände eines Kunden oder durch dessen Geräte oder Produkte verletzt hat – das Sedgwick-Team in Australien und weltweit ist da, um sich um jeden Einzelnen zu kümmern. Um mehr über die Verbesserung der Ergebnisse bei der Rückkehr an den Arbeitsplatz zu erfahren, wenden Sie sich bitte an [email protected].