Wenn die Sicherheit ihrer Produkte in Frage gestellt wird, ist Zeit ein entscheidender Faktor für die Tausenden von Unternehmen, die jedes Jahr von Produktrückrufen betroffen sind. Da die öffentliche Sicherheit sowie finanzielle Einbußen und Reputationsschäden auf dem Spiel stehen, müssen Entscheidungen schnell getroffen werden. Eine schnelle, aber unüberlegte Entscheidung kann jedoch zusätzliche Kosten verursachen und – je nach den Umständen – der Marke und dem Ruf eines Unternehmens irreparablen Schaden zufügen.

Falls Sie die Fortbildungsveranstaltung auf der RIMS-Konferenz und -Messe 2023 verpasst haben, finden Sie hier eine Zusammenfassung der wichtigsten Gesprächsanlässe:

Durchsetzung von Vorschriften

Das Jahr 2023 wird voraussichtlich von derselben strengen Durchsetzung der Vorschriften geprägt sein, wie sie alle Branchen imJahr 2022 erlebt haben. Viele der neuen Vorschriften und Gesetze, die wir im„State of the Nation“-Berichterörtern, werden im Laufe des Jahres Auswirkungen auf Hersteller und Einzelhändler haben – was eine erhöhte Wachsamkeit in Bezug auf die Produktsicherheit erfordert. Die Consumer Product Safety Commission (CPSC) – ebenso wie mehrere andere Aufsichtsbehörden – legt einen Gang zu; mit der Einführung neuer Vorschriften wird von den Unternehmen erwartet, dass sie ihre Anstrengungen verstärken. Wenn Sie dies nicht tun, setzen Sie Ihr Unternehmen sogar dem Risiko zivil- und strafrechtlicher Sanktionen aus.

Die Lieferketten werden immer vielfältiger, und das regulatorische Umfeld immer komplexer. Infolgedessen sehen sich Unternehmen mit einer zunehmenden Haftung und einem steigenden Risiko konfrontiert. Da die Aufsichtsbehörden den Druck auf die Hersteller erhöhen, wird es für den Schutz des Rufs Ihrer Marke und Ihres Geschäftsergebnisses immer wichtiger, externe Experten hinzuzuziehen und aktiveRückruf-und Krisenpläne aufrechtzuerhalten.

Vorbereitung auf die Rückrufaktion

Die größten Kosten eines Produktrückrufs entstehen nicht durch den Rückruf selbst, sondern durch die damit verbundenen Herausforderungen: Betriebsunterbrechungen, Umsatzverluste und Reputationsschäden. Ist Ihr Unternehmen ausreichend darauf vorbereitet, diese Störungen zu bewältigen? Defekte Produkte stellen nicht nur ein ernstes Sicherheitsrisiko für die Öffentlichkeit dar, sondern können auch erhebliche finanzielle Einbußen und Reputationsschäden verursachen. Informationen (und Fehlinformationen) verbreiten sich rasend schnell, daher ist es entscheidend, potenziellen Medienberichten zuvorzukommen, um Kunden zu binden.

Ganz gleich, ob Sie gerade die Grundlagen für Ihren Plan legen oder einen bereits bestehenden Plan verfeinern – befolgen Sie diese vier Schritte, um den Schaden zu begrenzen:

  1. Erstellen Sie fundierte Krisen- und Kommunikationspläne.
  2. Führen Sie regelmäßig Simulationsübungen für Rückrufe durch.
  3. Schulen Sie Ihre Mitarbeiter aktiv und prüfen Sie die Einsatzbereitschaft sowohl Ihrer internen Teams als auch Ihrer Partner.
  4. Schließen Sie eine Rückrufversicherung ab, die Mittel zur Bewältigung eines möglichen Vorfalls bereitstellt.

Häufige Fehler

Sie gehen vielleicht davon aus, dass die Wahrscheinlichkeit, dass Ihre Marke von einem Rückruf betroffen ist, gering ist, doch schon ein einziger Vorfall reicht aus. Wenn der Rückruf – egal wie geringfügig er auch sein mag – falsch gehandhabt wird, ist Ihre Marke in Gefahr. Wenn Unternehmen X die Kommunikation nicht im Griff hat und es zu Verletzungen oder Todesfällen gekommen ist, können sich Falschinformationen rasch verbreiten. Wenn Unternehmen Y einen Rückruf zu spät einleitet, drohen ihm erhebliche Geldstrafen. Wenn Unternehmen Z das Ausmaß des Rückrufs falsch einschätzt, könnte es schnell mit einer Flut von Beschwerdeanrufen überschwemmt werden.

Da sich das Risikoumfeld ständig weiterentwickelt, gibt es eine wachsende Zahl externer Variablen, die einen Produktfehler oder ein Ereignis auslösen können, von denen viele außerhalb der „direkten“ Kontrolle der Hersteller liegen – von Problemen in der Lieferkette und menschlichen Fehlern bis hin zu Umweltfaktoren und Änderungen der gesetzlichen Vorschriften. Betrachten Sie Rückrufe als Teil des Tagesgeschäfts und machen Sie sich bewusst, dass sie trotz aller Vorbereitungen dennoch auftreten können. Entscheidend für den Erfolg ist es, einen Plan zu haben, Schulungen durchzuführen, den Plan zu testen, Lücken in der Infrastruktur zu identifizieren und Anpassungen vorzunehmen.

Nichts sagt mehr über das Engagement eines Unternehmens gegenüber seinen Kunden aus als seine Bemühungen, seine Versprechen in Bezug auf Sicherheit, Qualität und Service einzuhalten. Deshalb bleiben Unternehmen oft eher dafür in Erinnerung, wie sie mit einer Herausforderung auf dem Markt (wie beispielsweise einem Rückruf) umgehen, als für das Problem selbst.

Zwar können solche Ereignisse verheerende Folgen haben, doch bieten sie Marken auch eine wertvolle Gelegenheit, eine Bindung zu ihren Kunden aufzubauen und deren Loyalität und Fürsprache zu stärken.

Langjährige Partnerschaften

Ganz gleich, ob Sie Skalierbarkeit Ihrer internen Kapazitäten benötigen oder eine Komplettlösung für Produktrückrufe von der Planung bis zur Entsorgung und Abwicklung – Sedgwick verfügt über unübertroffene Erfahrung und Ressourcen, die Ihnen helfen, Lieferanten zu binden, Kunden zu beruhigen und Ihre Marke zu schützen. Mit 25 Jahren Erfahrung in der Bewältigung einiger der heikelsten Produktrückruf-Herausforderungen weltweit können unsere Experten Ihnen dabei helfen, einen Produktrückruf zu planen und zu bewältigen – unabhängig von Umfang, Branche oder Standort. Laden Sieden „State of the Nation“-Bericht herunter, um mehr zu erfahren.

Der Inhalt dieses Blogs wurde ursprünglich am Dienstag, dem 3. Mai, auf der RIMS-Konferenz und -Messe 2023 gemeinsam mit Rick Graham, dem Chief Risk Officer der Southeastern Pennsylvania Transit Authority, erörtert.