8. September 2022
Sedgwick Brand Protection veröffentlicht den aktuellen Bericht zum europäischen Produktrückrufindex für das zweite Quartal 2022
LONDON, 8. September 2022 – Sedgwick Brand Protection hat seinen aktuellen Bericht zum europäischen Produktrückrufindex für das zweite Quartal veröffentlicht. Die Zahl der Rückrufe im Automobilsektor sank im zweiten Quartal dieses Jahres auf 163, was einem Rückgang von 28 % gegenüber dem ersten Quartal entspricht, jedoch mit den 177 Rückrufen im zweiten Quartal 2021 vergleichbar ist.
Elektrofahrzeuge (EVs) – Pkw, Transporter, schwere Nutzfahrzeuge und Roller – stehen weiterhin im Fokus der Regulierungsbehörden. Im März stellte die britische Regierung ihre umfassende Strategie zur Förderung eines robusten Netzes von Ladestationen für Elektrofahrzeuge vor, um die Verbreitung umweltfreundlicherer Verkehrsmittel voranzutreiben.
Laut der kürzlich veröffentlichten Strategie zur Elektrofahrzeug-Infrastruktur mit dem Titel „Taking Charge“ waren mehr als 25 % aller im Dezember 2021 im Vereinigten Königreich verkauften Neuwagen batterieelektrische Fahrzeuge. Im Jahr 2019 lag dieser Anteil noch bei lediglich 2 %. Um diese Dynamik aufrechtzuerhalten, räumte die Regierung ein, dass öffentliche Ladestationen, die vom privaten Sektor und von Investoren finanziert werden, Priorität haben müssen, damit das Land den rasant wachsenden Bedarf decken kann.
Neben dem Aufbau einer robusten Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge hat sich die britische Regierung dazu verpflichtet, ab 2024 jährlich Zielvorgaben festzulegen, wonach ein bestimmter Prozentsatz der Neuwagen- und Transporterverkäufe der Hersteller emissionsfrei sein muss. Dies geschieht im Vorfeld des Verbots des Verkaufs neuer Pkw und Transporter mit Verbrennungsmotor, das 2030 in Kraft tritt. Darüber hinaus hat das Europäische Parlament im Juni Pläne bestätigt, Verbrennungsmotoren in der EU ab 2035 zu verbieten.
Um den aktuellen Bericht herunterzuladen, besuchen Siedie Seite „Europäischer Produktrückrufindex“.
Die wichtigsten Rückrufaktionen der Automobilbranche im 2. Quartal 2022:
- Zwar sank die Zahl der Rückrufe in der Automobilbranche im zweiten Quartal 2022 auf 163 (ein Rückgang um 28 % gegenüber dem Vorquartal), doch blieben die Rückrufquoten auf einem vergleichbaren Niveau wie die 177 Fälle, die im zweiten Quartal 2021 verzeichnet wurden.
- Verletzungen waren erneut das häufigste Risiko im Zusammenhang mit Rückrufaktionen im Automobilbereich; sie standen bei 129 Rückrufaktionen oder 79 % der Meldungen im zweiten Quartal im Mittelpunkt. Brände und Verletzungen waren die zweithäufigste Risikoart und wurden in 13 Rückrufaktionen genannt, gefolgt von Bränden allein mit neun Rückrufaktionen.
- Mit 127 Fällen waren Personenkraftwagen die am häufigsten von Rückrufaktionen im zweiten Quartal betroffene Produktgruppe. Es folgten Kleinbusse bzw. leichte Nutzfahrzeuge mit 16 Fällen, während Motorräder mit nur vier Fällen den dritten Platz belegten – ein deutlicher Rückgang gegenüber den 17 Rückrufaktionen für Motorräder im ersten Quartal.
- Das Vereinigte Königreich behielt mit 94 Meldungen – einer mehr als im ersten Quartal – seine Spitzenposition als Land mit den meisten Meldungen. Deutschland verzeichnete 48 Meldungen, gegenüber 77 im Vorquartal. Frankreich belegte den dritten Platz, obwohl die Zahl der Meldungen im Vergleich zu den 41 Rückrufmeldungen im ersten Quartal 2022 um fast 73 % (auf 11) zurückging.
„Die Einhaltung der strengeren Emissionsstandards sowohl des Vereinigten Königreichs als auch der EU setzt die Hersteller unter zunehmenden Druck. Sie müssen Fahrzeuge liefern, die diese Standards erfüllen, und die Produktion schnell hochfahren – und das trotz anhaltender Störungen in der Lieferkette und der Krise der Lebenshaltungskosten. Tun sie dies nicht, drohen ihnen wahrscheinlich erhebliche finanzielle Einbußen und Reputationsschäden, da die Produktion von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor eingestellt wird“, sagte Julie Ross, Direktorin für internationale Geschäftsentwicklung bei Sedgwick.
Ross fügte hinzu: „Hersteller, Aufsichtsbehörden und Versicherer müssen sich ebenfalls auf den starken Anstieg der Nutzung privater E-Scooter vorbereiten. Trotz regionaler Test-Verleihprogramme werden derzeit schätzungsweise 750.000 private E-Scooter im gesamten Vereinigten Königreich illegal gefahren. Dies hat unter anderem dazu geführt, dass es im Jahr20211 zu fast 900 Verletzten durch Unfälle kam. Die Regierung kann es sich nicht leisten, die Auswirkungen dieses beliebten Verkehrsmittels auf die lokalen Gemeinden zu ignorieren.“
ist eine unverzichtbare Informationsquelle für Hersteller und Einzelhändler, die eine unvoreingenommene und zuverlässige Einschätzung vergangener, aktueller und zukünftiger Rückrufdaten sowie Trends im Bereich der Produktsicherheit suchen>span class=”normaltextrun”>.
Weitere Informationen zum Markenschutz von Sedgwick finden Sie unterhttps://www.sedgwick.com/brandprotection
1Im März 2022 veröffentlichte der Parlamentarische Beirat für Verkehrssicherheit (PACTS) des Vereinigten Königreichs seinenBerichtzur Sicherheit privater E-Scooter. Aus den Daten des PACTS ging hervor, dass es im Jahr 2021 fast 900 Verletzte bei Unfällen mit E-Scootern gab. Dabei wurde nicht zwischen Miet- und privaten E-Scootern unterschieden.
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